Um kurz nach 13 Uhr wurden wir zu einem Brandmeldealarm im Seniorenwohnheim alarmiert. Bereits nach kurzer Lageerkundung konnte glücklicherweise Entwarnung gegeben werden da es sich um einen Täuschungsalarm handelte. Somit konnten wir wieder einrücken.

Um 2.45 Uhr wurden wir heute von der Sirene aus dem Schlaf gerissen. Es galt eine verletzte Person aus einer Wohnung zu befreien. Dies gelang den Einsatzkräften rasch und ohne Beschädigung der Wohnungstür. Die Person wurde vom Roten Kreuz versorgt und abtransportiert. Nach etwas mehr als einer halben Stunde waren die Arbeiten abgeschlossen.

IMG_20200210_161214Nachdem in weiten Teilen von Oberösterreich bereits hunderte Feuerwehren im Einsatz standen erreichte der Sturm gegen 15 Uhr auch den Bezirk Perg. Um kurz vor 15.15 Uhr heulte in Schwertberg die Sirene mit dem Alarmtext „Baum auf Straße im Josefstal“. Umgehend rückten wir zur benannten Einsatzadresse an der Gemeindegrenze zu Tragwein aus. Dort angekommen stellten wir fest das die Kameraden der Feuerwehr Mistlberg bereits mit den Aufräumarbeiten beschäftigt waren. Doch bereits bei der Anfahrt konnten weitere Bäume, die einen Güterweg blockierten, festgestellt werden. Die Bäume wurden mithilfe des Gemeindetraktor von der Fahrbahn geräumt und im Anschluss die Fahrbahn gereinigt. Da auf den Güterweg weitere Bäume umzustürzen drohten wurde dieser in Absprache mit der Gemeinde vorsorglich gesperrt. Noch während der Arbeiten wurden wir von einem in der Nähe wohnenden Passanten über ein abgedecktes Dach informiert. Umgehend wurde die Einsatzadresse angefahren. Dort angekommen konnte man den eigenen Augen kaum trauen. Das gesamte „Blechdach“ eines Einfamilienhauses wurde durch den Sturm angehoben und in ein angrenzendes Feld geschleudert. Auch der Kamin sowie Teile des Unterdaches wurden schwer beschädigt. Gemeinsam mit dem Hausbesitzer wurde das Unterdach sowie der Kamin soweit gesichert das ein Wassereintritt verhindert werden konnte. Da die Sturmwarnung bis Morgenabend weiterhin noch aufrecht bleibt entschieden wir uns das Dach komplett zu zerlegen und die „Blechbahnen“ gesichert abzulegen um ein erneutes „wegfliegen“ zu verhindern. Die Arbeiten konnten gegen 18 Uhr beendet und anschließend noch die Geräte im Feuerwehrhaus versorgt werden.

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Meldung der zuständigen Behörde via KATWARN

Information Extremwetterlage
Postleitzahl: 4311

gültig ab 10.2.2020, 8:00 Uhr

Ausgabezeitpunkt: 9.2.2020, 17:47 Uhr

ZAMG Österreich meldet: Information Starker Sturm.

Details:
Im Warnzeitraum tritt schwerer Sturm mit hohem Gefahrenpotenzial auf. Ein Sturmtief über der Nordsee erfasst mit seinen Ausläufern den Alpenraum. In der Nacht auf Montag werden bereits exponierte Gipfel vom Sturm erfasst, großräumig Sturmböen an der Alpennordseite werden mit dem Durchzug einer Kaltfront ab dem Montagvormittag bis zum Nachmittag erwartet. Böen mit 80 bis 100 km/h aus West können verbreitet auftreten, mit den höchsten Werten voraussichtlich im Innviertel und teils im Donauraum. In den Hochlagen der Nord- und Zentralalpen sind Orkanböen zu erwarten.
Nach einer vorübergehend leichten Entspannung gewinnt der Sturm am Dienstag erneut an Stärke. Besonders in Kombination mit kräftigen Schauern können einzelne Böen auch 100 km/h überschreiten.
Beeinträchtigungen der Infrastruktur (Verkehr, Energieversorgung, Telekommunikation) sind zu erwarten. Große Äste können abbrechen, Bäume entwurzelt werden. Große Gegenstände wie Dachteile, Plakatwände und Baugerüste können umherfliegen. Straßen und Schienenwege können unpassierbar sein. Unterbrechungen des Flugbetriebs sind möglich.

Weitere Hinweise:
Meiden Sie Alleen, Parks mit Baumbestand und Wälder!
Vermeiden Sie alle Outdoor Aktivitäten!
Sichern Sie rechtzeitig bewegliche Gegenstände im Freien!


Beachten Sie die Anweisungen der zuständigen Behörden!

Weitere Informationen unter: http://warnungen.zamg.ac.at.

Um kurz vor 9 Uhr wurden wir von der Landeswarnzentrale Linz zu einer dringenden Türöffnung mit dem Alarmtext "Person in Wohnung gestürzt, Arzt vor Ort" alarmiert. Am Einsatzort angekommen konnte die Tür von den Einsatzkräften rasch und ohne Beschädigung geöffnet werden. Die Person wurde vom Roten Kreuz versorgt. Anschließend wurde das Rote Kreuz noch beim Transport zum Rettungsfahrzeug unterstützt. Der Einsatz konnte nach rund einer Stunde beendet werden.